Kleemann bringt mit der Mobiscreen MSS 502(i) Evo eine neue mobile Grobstücksiebanlage auf den Markt. Die Anlage zielt auf Recycling- und Natursteinbetriebe, die große Materialmengen vorsieben müssen. Das Modell positioniert sich als Weiterentwicklung der bestehenden MSS-Serie und baut auf die Evo-Generation auf, die Kleemann bereits bei seinen Brechanlagen etabliert hat.
Die technischen Neuerungen konzentrieren sich auf Durchsatz und Wartungsfreundlichkeit. Die MSS 502(i) Evo arbeitet mit einem Zweifach-Siebdeck und erreicht nach Herstellerangaben einen Materialdurchsatz von bis zu 500 Tonnen pro Stunde. Das liegt rund 15 Prozent über dem Vorgängermodell. Die Siebfläche beträgt 12,6 Quadratmeter und kann Aufgabematerial bis 600 Millimeter Kantenlänge verarbeiten. Für Baustellen mit schwierigem Material wie feuchtem Abbruchschutt oder lehmhaltigem Aushub bietet Kleemann optional ein Dreifach-Deck an.
Ein Schwerpunkt der Überarbeitung liegt auf der Zugänglichkeit. Der Hersteller hat die Serviceebenen verbreitert und die Absperrungen neu angeordnet. Alle Schmierstellen sind jetzt von einer Seite erreichbar. Das spart Zeit bei der täglichen Wartung. Die Hydraulikschläuche laufen gebündelt und sind durch Schutzbleche abgedeckt. Das reduziert die Gefahr von Beschädigungen auf engen Baustellen.
Die Anlage fährt auf einem Raupenfahrwerk und wiegt betriebsbereit rund 34 Tonnen. Der Antrieb erfolgt über einen Dieselmotor mit 173 kW Leistung, der die aktuelle EU Stage V Abgasnorm erfüllt. Für den Transport lässt sich die Anlage auf eine Breite von 3 Metern zusammenfalten. Die Aufstellzeit gibt Kleemann mit unter 15 Minuten an.
Die MSS 502(i) Evo ist Teil der Kleemann-Strategie, mobile Aufbereitungsanlagen für mittlere Recyclingbetriebe anzubieten. Das Unternehmen, das zur Wirtgen Group gehört, positioniert sich damit im Wettbewerb mit Anbietern wie Rubble Master, Metso und Sandvik. Die Siebanlage ergänzt das Portfolio aus mobilen Brechern und bildet die erste Stufe in einer mehrstufigen Aufbereitungskette.
Ein weiterer Fokus liegt auf der digitalen Vernetzung. Die MSS 502(i) Evo ist serienmäßig mit dem Kleemann Spective Connect System ausgestattet. Das erlaubt die Fernüberwachung von Betriebsdaten, Wartungsintervallen und Maschinenpositionen. Die Daten fließen in eine cloudbasierte Plattform, auf die Betreiber per App oder Browser zugreifen können. Das ist besonders für Lohnunternehmen mit mehreren Maschinen an verschiedenen Standorten relevant. Die Spective Connect App ermöglicht zudem die Konfiguration und Simulation von kompletten Aufbereitungslinien.
Die neue Grobstücksiebanlage ist ab sofort bestellbar. Preise nennt Kleemann auf Anfrage. Für Betreiber, die mobile Brecher und Siebanlagen kombinieren, bietet der Hersteller Komplettpakete an. Die MSS 502(i) Evo wird typischerweise vor einem Backenbrecher oder Prallbrecher eingesetzt, um Überkorn und Störstoffe auszuschleusen. Das verlängert die Standzeiten der nachgelagerten Brechstufen.
Mit der Evo-Generation reagiert Kleemann auf gestiegene Anforderungen an Durchsatz und Betriebskosten. Die Amortisationszeit einer solchen Anlage liegt bei typischen Einsatzprofilen zwischen drei und fünf Jahren. Entscheidend sind dabei die täglichen Betriebsstunden und die Materialqualität. Wer mit der MSS 502(i) Evo 8 Stunden täglich und 220 Tage im Jahr arbeitet, kommt auf rund 880.000 Tonnen Jahresdurchsatz.






