Das Unternehmen Sommer hat seinen Fuhrpark um einen weiteren Liebherr Mobilkran LTM 1750-9.1 erweitert. Es ist bereits der fünfte Kran dieses Typs in der Flotte des Unternehmens. Die Investition unterstreicht den Bedarf an Schwerlastkapazitäten im gehobenen Segment.

Der LTM 1750-9.1 bietet eine maximale Tragfähigkeit von 750 Tonnen. Mit einem 91 Meter langen Teleskopausleger erreicht der Liebherr-Kran Höhen, die für klassische Mobilkrane kaum machbar sind. Wer etwa Windkraftanlagen montiert oder Industrieanlagen wartet, kommt um diese Reichweite nicht herum. Der neunschwenkbare Unterwagen ermöglicht präzises Arbeiten auch auf beengten Flächen.

Für Sommer bedeutet die Erweiterung der Flotte mehr Verfügbarkeit bei Großprojekten. Fünf baugleiche Einheiten erlauben eine bessere Wartungslogistik und reduzieren Ersatzteilkosten. Fahrer können zwischen den Maschinen wechseln, ohne Einarbeitungszeit zu verlieren. Das ist gerade bei Mehrschichtbetrieb entscheidend.

Der Einsatzbereich des LTM 1750-9.1 reicht vom Brückenbau über den Hochbau bis hin zu Wartungsarbeiten an Offshore-Anlagen. Mit einem Einsatzgewicht von rund 108 Tonnen und einer Achslast von maximal 12 Tonnen ist der Kran auch auf öffentlichen Straßen beweglich. Die Mobilität unterscheidet ihn klar vom stationären Raupenkran, der oft tagelangen Auf- und Abbau erfordert.

Die Branche reagiert auf solche Investitionen positiv. Hersteller wie Liebherr verzeichnen stabile Nachfrage im Segment über 500 Tonnen Tragkraft. Wer heute in Schwerlast investiert, setzt auf langfristige Verträge mit der Industrie und dem Energiesektor. Angesichts steigender Anforderungen bei Windkraft und Infrastruktur ist das kein kurzfristiger Trend.

Für Flottenmanager stellt sich bei solchen Anschaffungen die Frage der Auslastung. Ein Mobilkran dieser Größenordnung muss mindestens 1.500 Betriebsstunden pro Jahr erreichen, um sich zu amortisieren. Sommer setzt offenbar darauf, dass die Nachfrage nach Schwerlast-Einsätzen weiter steigt. Die Fünffach-Investition spricht dafür, dass bereits entsprechende Aufträge vorliegen.

Der LTM 1750-9.1 ist mit moderner Kransteuerung und Telematiksystemen ausgestattet. Einsatzdaten lassen sich in Echtzeit abrufen, Wartungsintervalle werden automatisch erfasst. Das senkt ungeplante Standzeiten und erhöht die Planungssicherheit auf der Baustelle. Für Großprojekte mit engen Zeitplänen ist das ein entscheidender Vorteil.